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TH 2-1 (Avella-Alando)

Am 1. September 1975 eröffnete ein Stellvertreter des Ministers für Nationale Verteidigung den Lehrbetrieb in der Fachrichtung Militärmusik. Generalleutnant Erich Dirwelis konnte der Idee einer Musikschule innerhalb der Technischen Unteroffiziersschule (TUS) zunächst wenig abgewinnen. Bald aber bezeichnete er die Einrichtung als die „Perle“ seiner Fachrichtungen. Wegen der Singerei, dem Exerzieren und der Körperertüchtigung trug die TUS intern sogar bald den Spitznahmen „Tanz- und Sportschule“.

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Kasernenabschnitt südlicher Teil 2011  © DenkMALProra
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Ehemaliger Exerzierplatz 2011  © DenkMALProra
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Einberufung Militärmusikschüler um 1980  © Klaus Stoeckel
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Eingang Militärmusikschule um 1986  © Klaus Stoeckel
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Kasernenabschnitt südlicher Teil 2012  © DenkMALProra
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Hotel Prora Solitaire 2014  © DenkMALProra
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Ehemaliger Kasernenabschnitt 2014  © DenkMALProra
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Umbau Hotel Prora Solitaire 2014  © DenkMALProra
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Umbau Hotel Prora Solitaire Herbst 2014  © DenkMALProra
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Hotel Prora Solitaire 2015  © DenkMALProra
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Hotel Prora Solitaire 2015  © DenkMALProra
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Hotel Prora Solitaire Herbst 2015  © DenkMALProra
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Hotel Prora Solitaire 2015  © DenkMALProra
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Hotel Prora Solitaire 2018  © DenkMALProra
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Neugestaltetes Ambiente 2016  © DenkMALProra
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Umbauphase Werbung Prora Solitaire  © DenkMALProra
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Umbauphase Werbung Prora Solitaire  © DenkMALProra
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Block 2 von Süd nach Nord 2011  © DenkMALProra
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Kasernenabschnitt BlockII südliches Ende2011  © DenkMALProra
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Ehemaliger Kasernenabschnitt Ende 2014  © DenkMALProra.
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Haus Alando 2015  © DenkMALProra
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Haus Alando 2016  © DenkMALProra
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Hotel Prora Solitaire 2018  © DenkMALProra

Aufbau der Militärmusikschule unter Oberst MD Heinz Schulz

Schon 1972 sah sich Oberst MD Heinz Schulz vom Ministerium für Nationale Verteidigung beauftragt, die Bildung einer Militärmusikschule vorzubereiten. Schulz hatte seine Karriere in der Wehrmacht begonnen und nach dem Krieg das Volkspolizeiorchester mit aufgebaut. Nun nahm er sich die inzwischen 25-jährige Kaserne Prora, Block II, vor. Maßgebliche Innenausbauten folgten, um das Gebäude in Höhe der beiden südlichsten Lichthöfe dem Status einer Fachschule anzupassen. Zum 1. September 1975 nahm die Fachrichtung Militärmusik an der Militärtechnischen Schule „Erich Habersaath“ ihren Betrieb auf. Direktor Oberst MD H. Schulz leistete noch bis zu seiner Pensionierung 1978 „energische Aufbauarbeit“, wie es in einschlägigen Quellen heißt.

(Vgl. Werner Kunath, „Die Militärmusik in der DDR“, in: „Mit klingendem Spiel“ (Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Militärmusik).

Der zweite Direktor Oberstleutnant Hans Kochanowsky

1979 berief das Ministerium Oberstleutnant Hans Kochanowsky (später Oberst MD) zum Direktor. Dessen Karriere begann als 14-jähriger in Halle; er wurde Orchestermusiker, studierte an der Hochschule für Musik in Ost-Berlin und legte das Staatsexamen als Orchesterdirigent ab. Kochanowski leitete vier Tanzorchester, bevor er 1978 die Leitung der Fachschule für Militärmusik in Prora/Rügen übernahm. Am 3. Oktober 1990 wurde Oberst Kochanowski in den Vorruhestand versetzt und zog nach Großhansdorf.

Musiksoldaten auf dem Weg von Block II zu Block III.  © Klaus Stockel

Voraussetzungen

Die etwa 30 Musiker pro Jahrgang wurden in erster Linie für die Teilstreitkräfte der NVA sowie für die Grenztruppen der DDR ausgebildet. Zu den Aufnahmebedingungen gehörten ein guter Abschluss der damaligen Polytechnischen Oberschule und eine musikalische Vorbildung an einer Musikschule oder in einem Jugendblasorchester. Auch eine Eignungsprüfung war abzulegen. Da die Schüler bei Studienbeginn allgemein erst 16 Jahre alt waren, musste die schriftliche Einwilligung der Eltern vorliegen. Zudem war eine Verpflichtungserklärung für mindestens zehn Jahre Militärmusikdienst (Berufssoldat) abzugeben.

Uniforme Bekleidung für die 16-18-jährigen Absolventen

Bis 1986 bildete die einzigartige Ausbildungsstätte der NVA Militärmusiker in einem dreijährigen Fachschulstudium für die Stabsmusikkorps, die Musikkorps und das zentrale Orchester der NVA aus. Bis zur Einberufung zum aktiven Wehrdienst (18. Lebensjahr) wurden die Jungen als Zivilbeschäftigte geführt. Im Dienst trugen sie Uniform ohne Dienstgrad mit dem Kennzeichen der Militärmusikschule - Lyra statt Kragenspiegel. Zu Beginn des 5. Studienhalbjahres und dem Erreichen des 18. Lebensjahres erfolgte die Übernahme als Unteroffiziersschülers in den Wehrdienst. Ab dem 6. Studienhalbjahr wurden sie zum Unteroffizier befördert. Als Unteroffiziersschüler erhielten die Schüler monatlich 200,- Mark und als Unteroffizier 550,- Mark Dienstbezüge. Verpflegung, Unterkunft und Bekleidung wurden kostenlos gestellt.

Vierjähriges Studium seit 1986

Ab 1986 absolvierten die Militärmusikschüler unmittelbar nach Abschluss der 10. Klasse ein vierjähriges Studium. In den ersten drei Jahren, im Dienstverhältnis eines zivilen Fachschulstudenten, umfasste ihr Studium neben der allgemeinen Grundlagenausbildung die musikalische Ausbildung am jeweiligen Hauptinstrument. Unter Anleitung erfahrener Musikpädagogen eigneten sie sich Kenntnisse in den Studienfächern Musiktheorie, Orchesterspiel und Musikexerzieren an. Dabei hatten sich die Absolventen an das Leben in einer Gemeinschaft unter militärischen Bedingungen zu gewöhnen.

Zu Beginn des vierten Studienjahres traten die Studenten nach der Vereidigung in das Dienstverhältnis eines Fähnrichschülers ein, durchliefen die Grundausbildung und machten sich während eines längeren Praktikums in einem Militärorchester mit den realen Berufsanforderungen vertraut. Nach erfolgreichem Fachschulabschluss und der Ernennung zum Fähnrich erhielten sie die Qualifikation eines Berufsmusikers. Begabte Absolventen hatten die Möglichkeit, sich durch ein anschließendes Hochschulstudium zum Militärdirigenten zu profilieren.

Die Fachrichtung sicherte das Studium durch drei Fachgruppen ab:

  • Fachgruppe Blechblasinstrumente
  • Fachgruppe Holzblasinstrumente
  • Fachgruppe Musiktheorie/Tonsatz

Die Ausbildung durch die Fachgruppen Holz- bzw. Blechblasinstrumente erfolgt im Gegensatz zu allen anderen Fachrichtungen der Lehreinrichtung ausschließlich als Einzelausbildung.

Gliederung des südlichen Blockabschnittes

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Einteilung der heutigen Häuser Avella – Alando in den 1980er Jahren:

Parterre: Im Bereich hinter der heutigen Lobby des Hotels Prora Solitaire befand sich der große Speisesaal für die Unteroffiziersschüler mit einer Kapazität von bis zu 800 Plätzen. Am südlichsten Ende war die Unteroffiziersküche eingerichtet.

  • 1. bzw. 2. OG: Bis 1981 fanden hier Sonderlänge für ausländische Militärkader statt. Diese Ausbildung setzte sich bis 1990 in Block IV fort.
  • 3. OG: Auf dieser Etage waren die den regulären Militärdienst antretenden Militärmusikschüler ab dem 18. Lebensjahr untergebracht.
  • 4. OG: Hier waren die noch minderjährigen Schüler des 2. Ausbildungsjahres beherbergt. Im 4. OG des heutigen Treppenhauses Avella war eine Art Klubraum eingerichtet, die sog, Knappenstube.
  • 5. OG: Hier fanden sich noch im Jahr 2013 die meisten Spuren der Militärmusikschule. Im Bereich Haus Alando befanden sich Zimmer für das Lehrpersonal sowie für die mit 16 Jahren eingezogenen Militärmusikschüler. Am südlichsten Ende des Flures war das Traditionszimmer, das sogenannte „Fritz-Weineck-Zimmer“ eingerichtet. Bereich Avella-Avida befanden sich mehr als zwei Dutzend Einzelübungskabinen mit technischer Ausstattung, die es ermöglichte, das Proben ins Tonstudio zu übertragen. Am Anschluss an diese Räume befanden sich seeseitig Tonstudio und einer der Probenräume. Ein weiterer Probenraum war im Treppenhaus Alando (landseitig) eingerichtet.

Die Galerien zeigen Bilder und einzelne Textausschnitte der Dokumentation von Klaus Stöckel, „Meine Begegnung mit der Militärmusik: Die Militärmusikschule der NVA 1975-1990“, 2016 - mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Bildergalerie - Lobby
Bildergalerie - Entstehungsphase
Bildergalerie - Inneneinrichtung
Bildergalerie - Ausbildung
Bildergalerie - Personal / Lehrer
Bildergalerie - Schüler
Bildergalerie - Öffentliche Wahrnehmung

Wie die Fallschirmjäger (einst in Block V), so bildeten auch die Militärmusiker eine Eliteeinheit, die sich zum Teil noch heute so versteht. Nur wenige Zeitzeugen, von denen übrigens noch heute etliche in staatlichen Diensten stehen, äußern sich öffentlich über ihre Ausbildung an der Militärmusikschule. Manch einer setzte sich nach der politischen Wende jedoch auch öffentlich mit der Zeit in Prora auseinander. (Auszüge):

Zeitzeugenberichte
„Als meine zukünftigen Kameraden und ich die Kaserne in Prora auf Rügen zum ersten Mal betraten, verschlug es uns fast die Sprache. Die Architektur des 5.-stöckigen Gebäudes war in der Tat atemberaubend. (…) Im Gleichschritt stampften wir die Treppen zum 4. Stockwerk empor. (…) Kurze Zeit später betrat ein Unteroffziersschüler aus dem 3. Ausbildungsjahr den Raum und warf uns einen großen Packen Zeitungen auf den Tisch. Toll, freute ich mich. Wenigstens etwas zum Lesen. ‚Was heißt hier lesen?‘, empörte sich der Vorgesetzte. ‚Wir sind hier doch nicht beim Lesezirkel. Die Zeitungen sind zum Zusammenlegen der Wäsche da, allenfalls noch zum Fenster putzen.‘ Dann zeigte er uns, wie man mithilfe der lllustrierten die Wäsche maßgerecht zusammenlegte und millimetergenau übereinanderstapelte. Wir versuchten krampfhaft, es ihm gleich zu tun. Aber irgendetwas hatte dieser Witzbold an unseren kunstvollen Aufbauten immer auszusetzen und riss sie schnurstracks wieder ein. (…) Nachdem das ganze Gepäck in den Unterkünften verstaut war, ging es mit fröhlichem Gesang zum Mittagessen in den sogenannten Kakerlakentempel. Vor der Tür standen große Kartoffelsäcke mit der Aufschrift „für Schweinemast und NVA“. (…) In der Mittagspause versammelte sich ein großer Teil unseres Zuges in der Raucherecke. (…) Ab dieser für Nichtraucher ungastlichen Stelle erfuhr man allen Klatsch und Tratsch aus erster Hand. Wer nicht rauchte, war schlecht unterrichtet und blieb immer ein Außenseiter. Mit frisch gestärkten Lungen empfingen wir wenig später unsere Instrumente (…) Jedenfalls artete es zu einem Kunststück aus, ein geeignetes Tenorhorn zu finden. Irgendetwas klemmte immer, ich meine an den Ventilen, was auch nicht weiter verwunderte. Bekamen wir in der DDR doch nur Instrumente 2. oder 3. Wahl. Die wirklich guten gingen in den Westen bzw. nach Amerika. Anschließend begaben wir uns in die oberste Etage, wo sich vermutlich an die dreißig Einzelübungsräume befanden (…) Von hier aus hatte man einen wundervollen Blick aufs Meer. Die Wellen schlugen an den mit Stacheldraht abgesperrten Strand und die Möwen kreischten ihr schauerliches Lied. Da konnte man echt ins Albträumen geraten. Als ich wieder zu mir kam, war bereits die Dunkelheit hereingebrochen und ich hatte nicht eine Minute geübt. Was soll’s dachte ich mir. Dafür hast du immer noch zehn Jahre Zeit. Fatalerweise ging mir dieser folgenschwere Satz von nun an jeden Tag durch den Kopf…“
Militärmusikschüler - August 1980: (Kurth, Sturz vom Olymp, 2011, S. 7 ff.)
Musikerxerzieren vor dem Generalsbesuch: „Es war ein ziemlich kühler Tag und ich fühlte die Gänsehaut unter meiner dünnen Paradeuniform. Wir mussten in Marschformation antreten und auf Zeichen des Orchesterleiters setzte sich unser Musikkorps in Bewegung. Stundenlang marschierte unser Zug die Straßen der Unteroffzierschule „Erich Habersaath“ auf und ab, während wir dazu den „Straßenmarsch Nr.1“ und den ‚Marsch der Finnländischen Reiter‘ intonierten. Mit unserem Musikkorps an der Spitze paradierten Offiziere und Soldaten sämtlicher bei uns stationierter Waffengattungen an der militärischen Führungsspitze vorbei. Nur ganz selten hob der oberste Chef der NVA seine zittrige Hand und lächelte seinen Unterstellten müde zu. Nachdem der letzte Ton der Marschmusik verklungen war, hievte man den alten gebrechlichen Herr mit vereinten Kräften aus dem Sessel, führte ihn zu seiner schwarzen Luxuslimousine und fuhr dann im Schritttempo Richtung Generalsstab, wo ein eigens für diesen Festtag zubereitetes Soupér auf alle hoch gestellten Persönlichkeiten wartete. Von Hummer bis zum Belugakaviar war alles vertreten. Für uns kleinen Arschlöcher blieben nicht einmal die Reste übrig. Das kann ja wohl nicht wahr sein, dachten wir. Für diese paar Minuten haben wir nun tagelang geschuftet. Als wir in unserem Quartier wieder angekommen waren, wurden wir von unseren Vorgesetzten sofort in die Einzelübungsräume in der obersten Etage geschickt. Schließlich konnte es dem Genossen Verteidigungsminister plötzlich einfallen, unsere Fachrichtung, die übrigens die einzige Ausbildungsstätte für Militärmusik in der DDR war, einen kleinen Besuch abzustatten. (…) Nachdem ich ungefähr drei oder vier Stunden Klavier gespielt hatte und ich mich nicht mehr so recht konzentrieren konnte und an uns der strikte Befehl ergangen war, unter keinen Umständen die Übungsräume zu verlassen, beschloss ich ein kleines Gedicht zu schreiben (…) Am späten Abend wurden wir dann endlich erlöst. Der oberste Gott der Uniformierten war natürlich nicht zur Visite erschienen und unsere Vorgesetzten machten bedrückte Gesichter. Und uns war mal wieder klar geworden, dass man durchaus viel Aufwand für Nichts betreiben kann…“
Ebd. S. 27 ff.
„Gerade war ich 16 Jahre ‚alt‘, wurde in eine Uniform gesteckt, in diesen kaltgrauen Bau gesperrt, stach mir zwei Lyren auf die leeren Schulterstücke und wusste lange Zeit nicht, was mir da meine Familie und in der Folge jene dort militärmusikalisch Verantwortlichen angetan haben. Andere, heute aktiv in der Bundeswehr, sind aktuell noch sehr stolz auf ihre Zeit dort...“
Pinnwand DenkMALProra, 2011.
Marschlied der Militärtechnischen Schule Erich Habersaath
An die Ostsee rief mich der Marschbefehl
zur Armee als Spezialist.
Ich lerne was auf technischen Gebiet
der Volksarmee Sache ist.

Ob im Hörsaal oder Geländedienst,
eisern wird studiert und trainiert,
nur so wächst ja ein junger Kommandeur,
der sein Kampfkollektiv gut führt.

Wir machen uns mit der Technik vertraut,
ich schieße und treffe nicht schlecht,
der Maßstab für unsere Arbeit ist
allein der Sieg im Gefecht.

Mein Freund ist Sergeant der Sowjetarmee,
Kommandeur und Spezialist.
Er teilte mir manche Erfahrung mit
wie es beim Waffenbruder ist.

Wir wissen, wofür wir Soldaten sind,
unser Haß gilt dem Klassenfeind
und wagt er den Angriff, schlagen wir ihm
mit den Waffenbrüdern vereint.

In der Truppenfahne weht stolz dein Name
Genosse Habersaath
wofür du gekämpft hast,
das schütze ich heute als Arbeitersoldat 
Text: Kurt Kolbe/Klaus Stöckel
Musik: Klaus Stöckel
Quelle: Aus einer Diplomarbeit, veröffentlicht durch die Politabteilung der MTS (Ag 117/XXXIII/143-83) Museum Prora